16. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
Zunächst einmal gibt es für Einsteiger den Hinweis, dass freie Software vielfältig ist. Diese beiden Kategorien sind häufig relevant:
Die Mehrheit setzt aktuell kommerzielle, unfreie Software ein, z.B.
Ein Grund für einen Wechsel auf freie Software können die Betriebskosten für die Apps sein, wo im Jahr gerne 2-3stellige Beträge fällig werden. Freie Apps kann man idR parallel auf dem bestehenden System betrieben, da diese für verschiedene Plattformen zur Verfügung steht. So kann man die freien Apps herunterladen, installieren, gefahrlos austesten und mit der kommerziellen Software vergleichen. Freie Apps als Ersatz können z.B. sein:
Der Funktionsumfang und die Bedienung können sich gegenüber der unfreien Version unterscheiden. Manche freie App steht nur für freie Betriebssysteme zur Verfügung.
Es gibt einige freie Betriebsysteme. Es empfiehlt sich eine einsteigerfreundliche Linux-Distribution. Eine Distribution ist eine Software-Zusammenstellung aus Betriebssystemkern, Systemtools, grafischer Oberfläche und Apps. Distributionen sind häufig für einen bestimmten Anwenderkreis oder Einsatzzweck optimiert. So würde man nicht unbedingt die selbe Distribution für Gaming-PCs mit aktuellen Spielen und für ein betagtes Büro-Notebook zum Internetsurfen empfehlen. D.h. man sollte sich die Frage stellen welche Hardware man nutzen möchte und welche Kategorie an Apps zum Einsatz kommen sollen.
Gerade für Windows Umsteiger sind die Distributionen Linux Mint und Ubuntu Linux recht beliebt, da hier viel deutschsprachige Dokumentation und Communities existieren, wo man bei Fragen und Problemen auch schnell eine Antwort oder Lösung bekommt. Zudem sind diese Distributionen gute "Allrounder" und eignen sich für verschiedene Einsatzgebiete, auch für Gaming.
Freie Betriebssysteme kann man auf verschiedene Arten gefahrlos testen:
Wenn man sich entschlossen hat Linux zu installieren steht als nächstes an:
Wenn o.g. Punkte zuverlässig abgehakt werden können ist zu überlegen, ob man einen Parallelbetrieb mit dem bisherigen OS haben möchte (sog. "Dual-Boot") oder Linux das bisherige System komplett ersetzen soll. Bei Dual-Boot kann man abwechselnd das jeweile OS starten, Apps nutzen, die ggf. nur auf einem bestimmten OS verfügbar sind, dafür ist die Installation und Betrieb aufwändiger und mit mehr Risiken versehen.
Am Ende lädt man sich ein sog. "OS-Image" (ISO-Datei) der gewünschten Distribution herunter, bringt es mit geeigneter Software wie z.B. Rufus oder balenaEtcher auf USB-Stick und bootet diesen. Danach folgt man den Installationsanweisungen und wird bald mit einem Linux-Login belohnt.
Have fun!
P.S.
Es gibt unglaublich viele mögliche Konstellationen. Bei einem Treffen in der Linux Usergroup werden Fragen beantwortet, Empfehlungen gegeben und auch Installationen unterstützt.