16. Juni 2026 - Lesezeit: 5 Minuten
Zunächst einmal gibt es für Einsteiger den Hinweis, dass freie Software vielfältig ist. Diese beiden Kategorien sind häufig relevant:
Die Mehrheit setzt aktuell kommerzielle, unfreie Software ein, z.B.
Ein Grund für einen Wechsel auf freie Software können die Betriebskosten für die Apps sein, wo im Jahr gerne 2-3stellige Beträge fällig werden. Freie Apps kann man idR parallel auf dem bestehenden System betreiben, da diese für verschiedene Plattformen zur Verfügung stehen. So kann man die freien Apps herunterladen, installieren, gefahrlos austesten und mit der kommerziellen Software vergleichen. Freie Apps als Ersatz können z.B. sein:
Der Funktionsumfang und die Bedienung können sich gegenüber kommerzieller Software unterscheiden. Manch freie App steht auch nur für freie Betriebssysteme wie Linux zur Verfügung.
Es gibt einige freie Betriebsysteme. Es empfiehlt sich eine einsteigerfreundliche Linux-Distribution. Eine Distribution ist eine Software-Zusammenstellung aus Betriebssystemkern, Systemtools, grafischer Oberfläche und Apps. Distributionen sind häufig für einen bestimmten Anwenderkreis oder Einsatzzweck optimiert. So würde man nicht unbedingt die selbe Distribution für Gaming-PCs mit aktuellen Spielen und für ein betagtes Büro-Notebook zum Internetsurfen empfehlen. D.h. man sollte sich die Frage stellen welche Hardware man nutzen möchte und welche Kategorie an Apps zum Einsatz kommen sollen.
Gerade für Windows Umsteiger sind die Distributionen Linux Mint und Ubuntu Linux recht beliebt, da hier viel deutschsprachige Dokumentation und Communities existieren, wo man bei Fragen und Problemen auch schnell eine Antwort oder Lösung bekommt. Zudem sind diese Distributionen gute "Allrounder" und eignen sich für verschiedene Einsatzgebiete, auch für Gaming.
Ein aktuell häufiger Grund, warum viele Windows Nutzer über einen Umstieg auf Linux nachdenken ist das nahende Support-Ende von Windows 10. Bei einigen PCs ist ein Umstieg auf das neuere Windows 11 (ohne Tricks und Risiken) nicht möglich, da Microsoft offiziell bestimmte ältere Hardware nicht mehr unterstützt. Wer sein bisheriges Gerät weiterverwenden möchte findet in Linux eine Möglichkeit das umzusetzen und weiterhin aktuelle Updates zu bekommen. Von einem Weiterbetrieb von Windows 10 über den 10.10.26 hinaus sollte aus Sicherheitsgründen abgesehen werden.
Freie Betriebssysteme kann man auf verschiedene Arten gefahrlos testen:
Wenn man sich entschlossen hat Linux zu installieren steht als nächstes an:
Wenn o.g. Punkte zuverlässig abgehakt werden können ist zu überlegen, ob man einen Parallelbetrieb mit dem bisherigen OS haben möchte (sog. "Dual-Boot") oder Linux das bisherige System komplett ersetzen soll. Bei Dual-Boot kann man abwechselnd das jeweilige OS starten, Apps nutzen, die ggf. nur auf einem bestimmten OS verfügbar sind, dafür ist die Installation und Betrieb etwas aufwändiger. Zudem fühlen sich manche Anwender sicherer, wenn ein Fallback auf das alte System möglich ist.
Am Ende lädt man sich ein sog. "OS-Image" (ISO-Datei) der gewünschten Distribution herunter, bringt es mit geeigneter Software wie z.B. Rufus oder balenaEtcher auf USB-Stick und bootet diesen. Danach folgt man den Installationsanweisungen und wird bald mit einem Linux-Login belohnt.
Have fun!
P.S.
Es gibt unglaublich viele mögliche Konstellationen, die an dieser Stelle nicht erschöpfend behandelt werden können.
Bei einem persönlichen Treffen in einer Linux Usergroup werden Fragen beantwortet, Empfehlungen gegeben und auch Installationen unterstützt. Scheuen sie sich nicht bei einem Treffen vorbei zu kommen.
9. Juni 2026 - Lesezeit: ~1 Minute
9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
Der Rheinwerk Verlag stellt in seiner OpenBook-Reihe Fachbücher kostenlos online zur Verfügung. Diese sind nicht die aktuellsten Ausgaben, reichen aber für einen Einstieg aus.
Der dpunkt-Verlag bietet ebenfalls eine OpenBook-Reihe an, in der wechselnd Fachbücher kostenfrei zu haben sind.
Weitere kostenlose (Hand-) Bücher online
Als Kaufvariante stehen Bücher mit aktuellem Stand der Technik zur Verfügung.
8. Juni 2026 - Lesezeit: 3 Minuten
Es gibt zahlreiche Veranstaltungen zu Free/Libre Open Source Software. Hier eine Auswahl:
An vielen Orten findet 2x/Jahr der Linux Presentation Day statt. Hier kann man man live Eindrücke zu Linux und freier Software gewinnen, Fragen stellen und oft auch Vorträge besuchen. Es stehen auch Aufzeichnungen zur Verfügung.
Einmal im Jahr finden im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz die Chemnitzer Linux Tage statt. Neben Ständen, zahlreichen Vorträgen und Workshops gibt es sogar eine Kinderbetreuung. Die Vorträge werden live gestreamt und stehen später als Aufzeichnung zur Verfügung.
Die FrOSCon ist eine jährlich stattfindende Konferenz der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und des FrOSCon E.V. Die FrOSCon bietet eine Vielzahl von Vorträgen und Workshops zu freier und Open-Source-Software. Die Vorträge stehen später als Aufzeichnung zur Verfügung.
Der Chaos Communication Congress ist ein mehrtägiges Treffen der internationalen Hackerszene in Deutschland, das vom Chaos Computer Club ausgerichtet und organisiert wird. Der Kongress widmet sich in zahlreichen Vorträgen und Workshops technischen und gesellschaftspolitischen Themen. Die Vorträge werden live gestreamt und stehen später als Aufzeichnung zur Verfügung.
Der CCC stellt für zahlreiche Kongresse und Konferenzen Aufzeichnungen bereit.
Keine Veranstaltung konkret für freie Software, aber sicherlich interessant ist die it-sa, Europas führende Fachmesse für IT-Sicherheit. Sie findet jährlich im ortsnahen Nürnberger Messegelände statt. Gratis-Tickets sind leicht zu bekommen. Neben Messeständen von fast 900 Ausstellern (2024) gibt es Vorträge zum Thema Cyber-Security und Datenschutz.
Die Kreativ- und Technikmesse „Hack & Make“ findet in gleicher Halle zeitgleich zur Erfindermesse iENA statt. Hier können Besucher aller Altersklassen selbst aktiv werden und Einblicke in die "Maker-Szene" erhalten. Sie findet jährlich im ortsnahen Nürnberger Messegelände statt.
8. Juni 2026 - Lesezeit: ~1 Minute
Was ist eine Linux-Distribution?
Wikipedia schreibt dazu:
Eine Linux-Distribution ist eine Auswahl aufeinander abgestimmter Software um den Linux-Kernel, bei dem es sich dabei in einigen Fällen auch um einen mehr oder minder angepassten und meist in enger Abstimmung mit Upstream selbst gepflegten Distributionskernel handelt. Üblicherweise wird der Begriff auf Zusammenstellungen begrenzt, die weitgehend linuxtypisch aufgebaut sind, was beispielsweise auf Android nicht zutrifft.
Fast jede Distribution ist um eine Paketverwaltung herum zusammengestellt, d. h., dass sämtliche Bestandteile der Installation als Pakete vorliegen und sich über den Paketmanager installieren, deinstallieren und updaten lassen. Die Pakete werden dazu online in sogenannten Repositories vorgehalten.
Zusammengestellt wird eine Linux-Distribution von ihrem Distributor. Für gewöhnlich wählt dieser Programme aus, bei denen er die nötigen Rechte hat, passt sie mehr oder weniger an, paketiert sie in seiner Paketverwaltung und bietet das Ergebnis als Distribution an. Normalerweise werden nur wenige Programme vom Distributor selbst geschrieben, häufig z. B. der Distributions-Installer. Der Distributor kann ein Unternehmen oder eine Gruppe von weltweit verteilten Freiwilligen sein. Er kann auch kommerziellen Support anbieten.
8. Juni 2026 - Lesezeit: ~1 Minute
Informationen zu freier und Open Source Software bekommt man u.a. aus folgenden Quellen: