21. Juni 2026 - Lesezeit: 8 Minuten
Voraussetzung für die Bereitstellung von Open Notebook ist eine vorhandene Installation der Containervirtualisierung Docker Engine (Docker CE) oder Docker Desktop. Letzteres steht für die gängigen Betriebssysteme Linux, Windows und MacOs zur Verfügung.
Open Notebook besteht aus mehreren Komponenten:
Zunächst legt man sich einen Ordner für die Anwendung an, in der die Container-Daten gespeichert werden. Dort kann kann man sich zunächst die Bauanleitung von Open Notebook für Docker einrichten.
Wer nur mit Cloud-basierten KI-Tools arbeiten will kann auf den zusätzlichen Docker-Container für Ollama verzichten.
docker-compose.yml herunterladen
curl -o docker-compose.yml https://raw.githubusercontent.com/lfnovo/open-notebook/main/docker-compose.yml
docker-compose.yml mit Texteditor öffnen und Schlüssel für Verschlüsselung anpassen
OPEN_NOTEBOOK_ENCRYPTION_KEY=change-me-to-a-secret-string |
Wer bereits Ollama oder LM Studio lokal installiert hat kann das als lokalen LLM-Provider für Open Notebook verwenden und auf den zusätzlichen Docker-Container für Ollama verzichten.
docker-compose.yml herunterladen
curl -o docker-compose.yml https://raw.githubusercontent.com/lfnovo/open-notebook/main/docker-compose.yml
docker-compose.yml mit Texteditor öffnen und Schlüssel für Verschlüsselung anpassen
OPEN_NOTEBOOK_ENCRYPTION_KEY=change-me-to-a-secret-string |
Wer mit lokaler KI arbeiten will, aber noch keine bereitgestellt hat, kann das am einfachsten über einen zusätzlichen Docker-Container mit Ollama realisieren.
Mit Texteditor docker-compose.yml erstellen:
services: |
Wer über eine NVidia GPU verfügt kann in der docker-compose.yml GPU-Unterstützung aktivieren.
# Optional: set GPU support if available |
Nun können die Container gemäß der Bauanleitung erzeugt werden.
docker compose up -d
[+] up 26/26
✔ Image surrealdb/surrealdb:v2 Pulled 2.0s
✔ Image lfnovo/open_notebook:v1-latest Pulled 274.2s
✔ Image ollama/ollama:latest Pulled 1116.3s
✔ Container open-notebook-ollama-1 Started 0.7s
✔ Container open-notebook-open_notebook-1 Started 0.9s
✔ Container open-notebook-surrealdb-1 Started 0.2s
What's next:
Filter, search, and stream logs from all your Compose services
in one place with Docker Desktop's Logs view. docker-desktop://dashboard/logs?appId=open-notebook
docker ps
CONTAINER ID IMAGE COMMAND CREATED STATUS PORTS NAMES
ca2e70575fe9 lfnovo/open_notebook:v1-latest "/usr/bin/supervisor…" 13 minutes ago Up 13 minutes 0.0.0.0:5055->5055/tcp, [::]:5055->5055/tcp, 0.0.0.0:8502->8502/tcp, [::]:8502->8502/tcp open-notebook-open_notebook-1
576e87ed7f57 ollama/ollama:latest "/bin/ollama serve" 13 minutes ago Up 13 minutes 0.0.0.0:11434->11434/tcp, [::]:11434->11434/tcp open-notebook-ollama-1
1029532d05e5 surrealdb/surrealdb:v2 "/surreal start --lo…" 5 days ago Up 13 minutes 0.0.0.0:8000->8000/tcp, [::]:8000->8000/tcp open-notebook-surrealdb-1
Jetzt kann Docker Desktop gestartet werden.
Weiter gehts mit der Installation der KI-Modelle in Teil 3.
20. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
Für KI-unterstütztes Lernen und Recherchieren mit Quellennachweis setzt das kommerzielle Google NotebookLM, basierend auf Gemini, aktuell die Referenz.
Es können verschiedene Quellen als Eingabe hinzugefügt werden:
Als Ausgabe können die Quellen und Chats in unterschiedlichster Form aufbereitet werden.
Hier ein Screenshot für ein Notebook in Google NotebookLM:
Ich habe als lokale, freie Alternative bislang mit AnythingLLM eine RAG-Pipeline selbst gebastelt.
Open Notebook ist eine weitere freie Alternative, bietet ein schönes Frontend, dass schon nahe an das NotebookLM-Erlebnis herankommt und unterstützt dabei die Anbindung verschiedener KI-Tools über APIs - lokal (Ollama) und über Cloud (z.B. Google Gemini).
Unterstützte Quellen sind:
Die Features von Open Notebook sind:
Hier ein Screenshot für ein Notebook in Open Notebook::
Interesse geweckt? Dann schaut euch Teil 2 der Artikelreihe zu Open Notebook an.
16. Juni 2026 - Lesezeit: 5 Minuten
Zunächst einmal gibt es für Einsteiger den Hinweis, dass freie Software vielfältig ist. Diese beiden Kategorien sind häufig relevant:
Die Mehrheit setzt aktuell kommerzielle, unfreie Software ein, z.B.
Ein Grund für einen Wechsel auf freie Software können die Betriebskosten für die Apps sein, wo im Jahr gerne 2-3stellige Beträge fällig werden. Freie Apps kann man idR parallel auf dem bestehenden System betreiben, da diese für verschiedene Plattformen zur Verfügung stehen. So kann man die freien Apps herunterladen, installieren, gefahrlos austesten und mit der kommerziellen Software vergleichen. Freie Apps als Ersatz können z.B. sein:
Der Funktionsumfang und die Bedienung können sich gegenüber kommerzieller Software unterscheiden. Manch freie App steht auch nur für freie Betriebssysteme wie Linux zur Verfügung.
Es gibt einige freie Betriebsysteme. Es empfiehlt sich eine einsteigerfreundliche Linux-Distribution. Eine Distribution ist eine Software-Zusammenstellung aus Betriebssystemkern, Systemtools, grafischer Oberfläche und Apps. Distributionen sind häufig für einen bestimmten Anwenderkreis oder Einsatzzweck optimiert. So würde man nicht unbedingt die selbe Distribution für Gaming-PCs mit aktuellen Spielen und für ein betagtes Büro-Notebook zum Internetsurfen empfehlen. D.h. man sollte sich die Frage stellen welche Hardware man nutzen möchte und welche Kategorie an Apps zum Einsatz kommen sollen.
Gerade für Windows Umsteiger sind die Distributionen Linux Mint und Ubuntu Linux recht beliebt, da hier viel deutschsprachige Dokumentation und Communities existieren, wo man bei Fragen und Problemen auch schnell eine Antwort oder Lösung bekommt. Zudem sind diese Distributionen gute "Allrounder" und eignen sich für verschiedene Einsatzgebiete, auch für Gaming.
Ein aktuell häufiger Grund, warum viele Windows Nutzer über einen Umstieg auf Linux nachdenken ist das nahende Support-Ende von Windows 10. Bei einigen PCs ist ein Umstieg auf das neuere Windows 11 (ohne Tricks und Risiken) nicht möglich, da Microsoft offiziell bestimmte ältere Hardware nicht mehr unterstützt. Wer sein bisheriges Gerät weiterverwenden möchte findet in Linux eine Möglichkeit das umzusetzen und weiterhin aktuelle Updates zu bekommen. Von einem Weiterbetrieb von Windows 10 über den 10.10.26 hinaus sollte aus Sicherheitsgründen abgesehen werden.
Freie Betriebssysteme kann man auf verschiedene Arten gefahrlos testen:
Wenn man sich entschlossen hat Linux zu installieren steht als nächstes an:
Wenn o.g. Punkte zuverlässig abgehakt werden können ist zu überlegen, ob man einen Parallelbetrieb mit dem bisherigen OS haben möchte (sog. "Dual-Boot") oder Linux das bisherige System komplett ersetzen soll. Bei Dual-Boot kann man abwechselnd das jeweilige OS starten, Apps nutzen, die ggf. nur auf einem bestimmten OS verfügbar sind, dafür ist die Installation und Betrieb etwas aufwändiger. Zudem fühlen sich manche Anwender sicherer, wenn ein Fallback auf das alte System möglich ist.
Am Ende lädt man sich ein sog. "OS-Image" (ISO-Datei) der gewünschten Distribution herunter, bringt es mit geeigneter Software wie z.B. Rufus oder balenaEtcher auf USB-Stick und bootet diesen. Danach folgt man den Installationsanweisungen und wird bald mit einem Linux-Login belohnt.
Have fun!
P.S.
Es gibt unglaublich viele mögliche Konstellationen, die an dieser Stelle nicht erschöpfend behandelt werden können.
Bei einem persönlichen Treffen in einer Linux Usergroup werden Fragen beantwortet, Empfehlungen gegeben und auch Installationen unterstützt. Scheuen sie sich nicht bei einem Treffen vorbei zu kommen.
9. Juni 2026 - Lesezeit: ~1 Minute
9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten
Der Rheinwerk Verlag stellt in seiner OpenBook-Reihe Fachbücher kostenlos online zur Verfügung. Diese sind nicht die aktuellsten Ausgaben, reichen aber für einen Einstieg aus.
Der dpunkt-Verlag bietet ebenfalls eine OpenBook-Reihe an, in der wechselnd Fachbücher kostenfrei zu haben sind.
Weitere kostenlose (Hand-) Bücher online
Als Kaufvariante stehen Bücher mit aktuellem Stand der Technik zur Verfügung.