Linux für Einsteiger

Docker

21. Juni 2026 - Lesezeit: 5 Minuten

Docker ist eine freie Software zur Isolierung von Anwendungen mit Hilfe von Containervirtualisierung.

Das ist eine ressourcensparsame Variante der Virtualisierung, bei der sich die Container den Betriebssystemkern mit dem Hauptsystem teilen. Im Wesentlichen werden dabei die Prozesse der Container durch Betriebssystemfunktionen abgeschottet und Zugriffe beschränkt. Die Bereitstellung von Anwendungen in Containern erfolgt über Image- und Konfigurationsdateien. Bei Updates wird einfach das Image ausgetauscht. Das Installaieren und Aktualisieren von Applikationscontainern erscheint Vielen als deutlich leichter, als Applikationen nativ im Betriebssystem bereitzustellen. Das liegt daran, dass alle benötigten Dateien in passender Version im Container-Image enthalten sind, d.h. keine Probleme mit Abhängigkeiten. 

Unter Linux steht die freie Docker Engine (Docker CE) standardmäßig zur Installation Verfügung, die über Kommandozeile bedient wird.

Docker Desktop bietet eine Bedienoberfläche, steht für verschiedene Betriebssysteme zur Verfügung und ist für den privaten Gebrauch kostenlos. Für Einsteiger in Containervirtualisierung empfiehlt sich diese Variante.

Installation von Docker Desktop

Ubuntu Linux

Die Installation von Docker Desktop für Ubuntu läuft wie folgt ab:

sudo apt-get update

sudo apt install gnome-terminal

Docker Desktop für Linux deb-Paket herunterladen.

sudo apt install ./docker-desktop-amd64.deb

Docker Desktop startet man aus dem Startmenü oder via Shell:

systemctl --user start docker-desktop 
Debian Linux

Die Installation von Docker Desktop für Debian läuft identisch wie bei Ubuntu ab.

Fedora Linux

Die Installation von Docker Desktop für Fedora läuft wie folgt ab:

sudo dnf install gnome-terminal

sudo dnf config-manager addrepo --from-repofile https://download.docker.com/linux/fedora/docker-ce.repo

Docker Desktop für Linux rpm-Paket herunterladen.

sudo dnf install ./docker-desktop-x86_64.rpm

Docker Desktop startet man aus dem Startmenü oder via Shell:

systemctl --user start docker-desktop 
Windows

Die Installation von Docker Desktop für Windows läuft wie folgt ab:

Als Voraussetzung muss entweder WSL2, Hyper-V oder Virtualbox in Windows installiert sein. Das liegt daran, dass zum Betrieb ein Linux-Betriebssystemkern benötigt wird. Als ressourcenschonende Variante hat sich WSL2 bewährt. Die Installation wurde bereits in einem Artikel beschrieben. 

Zunächst lädt man Docker Desktop für Windows x86_64 herunter und installiert "Docker Desktop Installer.exe". Bei der Installation wählt man WSL2 als Konfigurationsoption aus.

Nach der Installation kann man in der Powershell überprüfen, ob eine Linux Instanz für Docker angelegt wurde:

wsl --list
Windows Subsystem für Linux-Distributionen:
Ubuntu (Standard)
docker-desktop
MacOs

Für die Installation von Docker Desktop für Mac folgt man der Anleitung. Zu beachten sind dabei benötigte Berechtigungen.

Screenshot von Docker Desktop mit laufenden Containern der App Open Notebook:

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Linux für Einsteiger

WSL2 für Windows 11

21. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten

Mit dem Windows-Subsystem für Linux (WSL) können Windows-Anwender eine Linux-Distribution (z.B. Ubuntu, OpenSUSE, Kali, Debian, Arch Linux usw.) installieren und Linux-Anwendungen, Dienstprogramme und Bash-Befehlszeilentools direkt unter Windows verwenden, ohne den Aufwand eines herkömmlichen virtuellen Computers oder Dual Boot Setups.Der Ressourcenverbrauch für WSL2 ist gering.

WSL2 installieren:

PowerShell im Administratormodus öffnen (mit Rechtsklick auf Icon)

wsl --install

Verfügbare Distributionen auflisten:

wsl --list --online

Im Folgenden finden Sie eine Liste gültiger Distributionen, die installiert werden können.
Mit "wsl.exe --install <Distro>" installieren.

NAME                            FRIENDLY NAME
Ubuntu                          Ubuntu
Ubuntu-26.04                    Ubuntu 26.04 LTS
Ubuntu-24.04                    Ubuntu 24.04 LTS
Ubuntu-22.04                    Ubuntu 22.04 LTS
openSUSE-Tumbleweed             openSUSE Tumbleweed
openSUSE-Leap-16.0              openSUSE Leap 16.0
SUSE-Linux-Enterprise-15-SP7    SUSE Linux Enterprise 15 SP7
SUSE-Linux-Enterprise-16.0      SUSE Linux Enterprise 16.0
kali-linux                      Kali Linux Rolling
Debian                          Debian GNU/Linux
AlmaLinux-8                     AlmaLinux OS 8
AlmaLinux-9                     AlmaLinux OS 9
AlmaLinux-Kitten-10             AlmaLinux OS Kitten 10
AlmaLinux-10                    AlmaLinux OS 10
archlinux                       Arch Linux
FedoraLinux-44                  Fedora Linux 44
FedoraLinux-43                  Fedora Linux 43
eLxr                            eLxr 12.12.0.0 GNU/Linux
OracleLinux_7_9                 Oracle Linux 7.9
OracleLinux_8_10                Oracle Linux 8.10
OracleLinux_9_5                 Oracle Linux 9.5
SUSE-Linux-Enterprise-15-SP6    SUSE Linux Enterprise 15 SP6

Distribution aus obiger Liste installieren, z.B. Ubuntu:

wsl --install -d Ubuntu

Installierte Distributionen anzeigen:

wsl --list
Windows Subsystem für Linux-Distributionen:
Ubuntu (Standard)
FedoraLinux-44
openSUSE-Tumbleweed
kali-linux
docker-desktop

In Linux auf der Shell wechseln:

PS C:\Users\xxx> wsl
xxx@pcxxx:/mnt/c/Users/xxx$ uname -a
Linux pcxxx 6.18.33.1-microsoft-standard-WSL2 #1 SMP PREEMPT_DYNAMIC Fri Jun  5 01:12:21 UTC 2026 x86_64 GNU/Linux
xxx@pcxxx:/mnt/c/Users/xxx$ cat /etc/*release*
DISTRIB_ID=Ubuntu
DISTRIB_RELEASE=26.04
DISTRIB_CODENAME=resolute
DISTRIB_DESCRIPTION="Ubuntu 26.04 LTS"
PRETTY_NAME="Ubuntu 26.04 LTS"
NAME="Ubuntu"
VERSION_ID="26.04"
VERSION="26.04 (Resolute Raccoon)"
VERSION_CODENAME=resolute
ID=ubuntu
ID_LIKE=debian
HOME_URL="https://www.ubuntu.com/"
SUPPORT_URL="https://help.ubuntu.com/"
BUG_REPORT_URL="https://bugs.launchpad.net/ubuntu/"
PRIVACY_POLICY_URL="https://www.ubuntu.com/legal/terms-and-policies/privacy-policy"
UBUNTU_CODENAME=resolute
LOGO=ubuntu-logo

Der Zugriff auf Dateien des jeweiligen Systems ist problemlos möglich:

  • Im Windows Explorer ruft man \\wsl.localhost\Ubuntu auf um auf das Dateisystem der Distribution Ubuntu zuzugreifen.
  • Unter Linux greift man auf /mnt/c zu, wenn man die Partition c:\ aufrufen will.

Selbst die Ausgabe grafischer Fenster ist mittlerweile möglich.

WSL2 ist auch standardmäßig die Voraussetzung für die Installation von Docker Desktop auf Windows.

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Linux für Einsteiger

Linux für Einsteiger - Wie beginne ich?

16. Juni 2026 - Lesezeit: 5 Minuten

Freie Software

Zunächst einmal gibt es für Einsteiger den Hinweis, dass freie Software vielfältig ist. Diese beiden Kategorien sind häufig relevant:

  • freie Anwendungssoftware (Apps)
  • freie Betriebssysteme (OS)

freie Anwendungssoftware

Die Mehrheit setzt aktuell kommerzielle, unfreie Software ein, z.B.

  • als Betriebssystem Microsoft Windows 11 und als App Microsoft Office 365 (Bürosoftware mit Schreibprogramm und Tabellenkalkulation)
  • als Betriebssystem Apple MacOs X und als App Apple Final Cut Pro (Videoschnittsoftware)

Ein Grund für einen Wechsel auf freie Software können die Betriebskosten für die Apps sein, wo im Jahr gerne 2-3stellige Beträge fällig werden. Freie Apps kann man idR parallel auf dem bestehenden System betreiben, da diese für verschiedene Plattformen zur Verfügung stehen. So kann man die freien Apps herunterladen, installieren, gefahrlos austesten und mit der kommerziellen Software vergleichen. Freie Apps als Ersatz können z.B. sein:

  • für die kommerzielle App Microsoft Office 365 (derzeit ~100€/Jahr) gibt es freie Alternativen, z.B. LibreOffice und OnlyOffice
  • für die kommerzielle App Apple Final Cut Pro (derzeit ~130€/Jahr oder einmalig ~350€) gibt es freie Alternativen, z.B. kdeenlive und shotcut

Der Funktionsumfang und die Bedienung können sich gegenüber kommerzieller Software unterscheiden. Manch freie App steht auch nur für freie Betriebssysteme wie Linux zur Verfügung. 

freie Betriebssysteme

Es gibt einige freie Betriebsysteme. Es empfiehlt sich eine einsteigerfreundliche Linux-Distribution. Eine Distribution ist eine Software-Zusammenstellung aus Betriebssystemkern, Systemtools, grafischer Oberfläche und Apps. Distributionen sind häufig für einen bestimmten Anwenderkreis oder Einsatzzweck optimiert. So würde man nicht unbedingt die selbe Distribution für Gaming-PCs mit aktuellen Spielen und für ein betagtes Büro-Notebook zum Internetsurfen empfehlen. D.h. man sollte sich die Frage stellen welche Hardware man nutzen möchte und welche Kategorie an Apps zum Einsatz kommen sollen.

Gerade für Windows Umsteiger sind die Distributionen Linux Mint und Ubuntu Linux recht beliebt, da hier viel deutschsprachige Dokumentation und Communities existieren, wo man bei Fragen und Problemen auch schnell eine Antwort oder Lösung bekommt. Zudem sind diese Distributionen gute "Allrounder" und eignen sich für verschiedene Einsatzgebiete, auch für Gaming.

Ein aktuell häufiger Grund, warum viele Windows Nutzer über einen Umstieg auf Linux nachdenken ist das nahende Support-Ende von Windows 10. Bei einigen PCs ist ein Umstieg auf das neuere Windows 11 (ohne Tricks und Risiken) nicht möglich, da Microsoft offiziell bestimmte ältere Hardware nicht mehr unterstützt. Wer sein bisheriges Gerät weiterverwenden möchte findet in Linux eine Möglichkeit das umzusetzen und weiterhin aktuelle Updates zu bekommen. Von einem Weiterbetrieb von Windows 10 über den 10.10.26 hinaus sollte aus Sicherheitsgründen abgesehen werden.

Freie Betriebssysteme kann man auf verschiedene Arten gefahrlos testen:

  • Linux Distribution als "Live"-Version auf USB-Stick und beim Rechnerstart das alternative OS auswählen
  • Linux Distribution in einer virtuellen Maschine im bisherigen OS betreiben, z.B. mit Oracle Virtualbox oder Microsoft Hyper-V
  • Windows Subsystem für Linux in Windows installieren

Wenn man sich entschlossen hat Linux zu installieren steht als nächstes an:

  • Datensicherung aller relevanter Daten (Dokumente, Bilder, Videos, Musik, Lesezeichen) auf einen externen Datenträger, z.B. USB-Stick
  • Übersicht bisher genutzter Apps
  • Übersicht an Zugangsdaten und Konfiguration von Diensten, z.B. E-Mail

Wenn o.g. Punkte zuverlässig abgehakt werden können ist zu überlegen, ob man einen Parallelbetrieb mit dem bisherigen OS haben möchte (sog. "Dual-Boot") oder Linux das bisherige System komplett ersetzen soll. Bei Dual-Boot kann man abwechselnd das jeweilige OS starten, Apps nutzen, die ggf. nur auf einem bestimmten OS verfügbar sind, dafür ist die Installation und Betrieb etwas aufwändiger. Zudem fühlen sich manche Anwender sicherer, wenn ein Fallback auf das alte System möglich ist.

Am Ende lädt man sich ein sog. "OS-Image" (ISO-Datei) der gewünschten Distribution herunter, bringt es mit geeigneter Software wie z.B. Rufus oder balenaEtcher auf USB-Stick und bootet diesen. Danach folgt man den Installationsanweisungen und wird bald mit einem Linux-Login belohnt.

Have fun!

P.S.

Es gibt unglaublich viele mögliche Konstellationen, die an dieser Stelle nicht erschöpfend behandelt werden können.

Bei einem persönlichen Treffen in einer Linux Usergroup werden Fragen beantwortet, Empfehlungen gegeben und auch Installationen unterstützt. Scheuen sie sich nicht bei einem Treffen vorbei zu kommen.

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Linux für Einsteiger - Umstieg von Windows

9. Juni 2026 - Lesezeit: ~1 Minute

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Linux für Einsteiger

Linux für Einsteiger - Wiki, News und Blogs

9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten

Wiki

News

Blogs

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Linux für Einsteiger - Bücher und Zeitschriften

9. Juni 2026 - Lesezeit: 4 Minuten

Bücher

kostenlos

Der Rheinwerk Verlag stellt in seiner OpenBook-Reihe Fachbücher kostenlos online zur Verfügung. Diese sind nicht die aktuellsten Ausgaben, reichen aber für einen Einstieg aus.

Der dpunkt-Verlag bietet ebenfalls eine OpenBook-Reihe an, in der wechselnd Fachbücher kostenfrei zu haben sind.

Weitere kostenlose (Hand-) Bücher online

kostenpflichtig

Als Kaufvariante stehen Bücher mit aktuellem Stand der Technik zur Verfügung.

Zeitschriften

kostenlos

kostenpflichtig

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